Aktuelle Seite: Home
Wenn Senioren zu wenig trinken
Ratgeber für pflegende Angehörige
Hautpflege im Alter
Wenn Senioren zu wenig trinken
Ratgeber für pflegende Angehörige
Hautpflege im AlterDie Haut verändert sich im Alter oft deutlich stärker, als vielen Menschen zunächst bewusst ist. Sie wird dünner, empfindlicher und verliert zunehmend an Elastizität sowie an natürlicher Feuchtigkeit. Was früher problemlos vertragen wurde, kann im höheren Alter plötzlich Spannungsgefühle, starken Juckreiz oder schmerzhafte Hautreizungen verursachen.
Viele Senioren leiden deshalb unter trockener, schuppiger oder empfindlicher Haut. Manche kratzen sich unbewusst immer wieder an Armen oder Beinen, andere klagen über Brennen, Spannungsgefühle oder darüber, dass Kleidung plötzlich unangenehm auf der Haut liegt.
Gerade pflegende Angehörige beobachten häufig, dass sich die Haut älterer Menschen sichtbar verändert:
feine Risse, trockene Stellen, leichte Entzündungen oder Hautbereiche, die sehr empfindlich auf Berührungen reagieren.
Mit zunehmendem Alter produziert die Haut weniger Fett und Feuchtigkeit. Gleichzeitig wird sie dünner und verletzlicher. Auch die Durchblutung nimmt häufig ab, wodurch kleine Verletzungen langsamer heilen.
Deshalb entstehen im Alter schneller blaue Flecken oder kleine Hautverletzungen — manchmal bereits durch leichte Stöße oder Druckstellen.
Viele Senioren duschen oder baden außerdem weiterhin so wie früher, obwohl ältere Haut heißes Wasser oft nicht mehr gut verträgt. Lange, heiße Duschen sowie aggressive oder stark parfümierte Pflegeprodukte können die Haut zusätzlich austrocknen und reizen.
Oft helfen bereits kleine Veränderungen:
lauwarmes Wasser, milde rückfettende Waschprodukte und regelmäßiges Eincremen mit gut verträglichen Pflegecremes.
Besonders wichtig ist dabei Regelmäßigkeit. Die Haut sollte nicht erst gepflegt werden, wenn sie bereits wund oder entzündet ist.
Gerade Schienbeine, Hände, Arme und Ellenbogen neigen im Alter häufig zu starker Trockenheit.
Auch ausreichendes Trinken spielt für die Haut eine wichtige Rolle. Viele ältere Menschen verspüren weniger Durst und trinken deshalb unbewusst zu wenig. Dadurch wird die Haut zusätzlich trockener und empfindlicher.
Kleine Trinkmengen über den Tag verteilt werden oft besser angenommen als große Mengen auf einmal.
Besonders aufmerksam sollten Angehörige werden, wenn Senioren viel sitzen oder liegen. Dann steigt das Risiko für Druckstellen erheblich.
Rötungen an Rücken, Gesäß, Fersen oder Ellenbogen sollten ernst genommen werden — vor allem dann, wenn die Haut dort dauerhaft gerötet bleibt oder schmerzempfindlich wird.
Gerade bettlägerige oder körperlich stark eingeschränkte Menschen benötigen häufig regelmäßige Lageveränderungen und eine besonders sorgfältige Hautbeobachtung.
Wichtig ist außerdem zu wissen:
Nicht jede Hautveränderung im Alter ist harmlos.
Anhaltender Juckreiz, offene Stellen, nässende Hautbereiche, starke Rötungen, ungewöhnliche Hautveränderungen oder schlecht heilende Wunden sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Auch Pilzerkrankungen, Ekzeme, Druckgeschwüre oder andere Hauterkrankungen treten im Alter häufiger auf und benötigen oft eine gezielte Behandlung.
Pflegende Angehörige sollten deshalb nicht zögern, frühzeitig den Hausarzt oder einen Hautarzt einzubeziehen, wenn ihnen Veränderungen auffallen oder Beschwerden zunehmen.
Denn gerade ältere Menschen äußern Schmerzen oder Beschwerden manchmal nicht mehr klar oder nehmen Veränderungen selbst kaum wahr.
Doch Hautpflege im Alter bedeutet weit mehr als reine Hygiene.
Gerade ältere Menschen empfinden Berührungen oft intensiver als früher. Hektische oder grobe Bewegungen können schnell Unsicherheit oder Scham auslösen.
Viele Senioren schämen sich außerdem dafür, Hilfe bei der Körperpflege zu benötigen. Umso wichtiger sind Ruhe, Zeit und ein respektvoller Umgang.
„Elke Hanak begleitet seit vielen Jahren Senioren und pflegende Angehörige im Bereich der häuslichen Betreuung.“
Eine ruhige Atmosphäre, warme Handtücher und vertraute Abläufe vermitteln häufig mehr Sicherheit als viele Worte.
Auch kleine Rituale können beruhigend wirken:
eine bekannte Creme, ein vertrauter Duft oder feste Zeiten für die Körperpflege.
Pflegende Angehörige leisten hier oft weit mehr, als ihnen selbst bewusst ist.
Nicht nur durch praktische Hilfe.
Sondern durch Aufmerksamkeit, Wärme und Menschlichkeit.
Denn eine behutsame Hautpflege vermittelt älteren Menschen oft etwas sehr Wichtiges:
„Mit mir wird achtsam umgegangen.“
„Ich werde ernst genommen.“
„Jemand kümmert sich liebevoll um mich.“
Und genau dieses Gefühl ist im Alter oft genauso wertvoll wie die eigentliche Pflege selbst.
Ihre Elke Hanak
Elkine-Seniorenbetreuung